Wien - da bin ich sicher
„Dieses Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert des sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Fortschritts, der allen Menschen mehr Wohlfahrt, Gerechtigkeit und Demokratie eröffnet, oder es wird ein Jahrhundert erbitterter Verteilungskämpfe und entfesselter Gewalt.“
Aus dem „Hamburger Programm“ der SPD
„Nie zusehen, wenn Unrecht geschieht.“
Rosa Jochmann

Was die Zukunftsforschung meint
- Viele ZukunftsforscherInnen sprechen von einem kommenden „Hochsicherheits-Zeitalter“, weil globale Entwicklungsunterschiede, Umwelt- und Terrorgefahren, Wirtschaftskrisen oder Spannungen zwischen den Weltreligionen nicht bewältigt werden und dadurch das Sicherheitsbedürfnis der Menschen weiter zunehmen wird. Schon heute boomt der „Security-Markt“, Polizei-, Militär- und Geheimdienstbefugnisse werden ausgeweitet, öffentliche Plätze überwacht. Die Überwachung persönlicher Aktivitäten und Daten nimmt zu, bald jede Tätigkeit hinterlässt eine Datenspur, jeder kann auf Videos identifiziert werden. Stimme, Fingerabdruck und Augeniris ersetzen bereits herkömmliche Ausweise. Die totale Kontrolle sollte auch zu einem Rückgang an Kriminalität führen.
- Neue Technologien werden andererseits zur Entwicklung neuer Waffen führen: Bereits um das Jahr 2020 werden menschenleere Kampfflugzeuge, Panzer, Schiffe und Kampfroboter ferngesteuert an Fronten gelenkt. Die häufigsten Ursachen regionaler Konflikte werden um das Jahr 2030 Krankheiten, Wasserknappheit und Religionsfragen sein. Auch lokale Atomkriege werden nicht ausgeschlossen. Gelingt es nicht, die Entwicklungsunterschiede in der Welt zu verringern, dann steigt vor allem die Gefahr biologischen Terrors, weil Giftstärke und Übertragung von Viren auf dem Luftweg bald erforscht sein werden. Auch „D-Waffen“ (Daten-Waffen) könnten Flugzeuge zum Absturz bringen, Staudämme öffnen, Chemiewerke explodieren lassen oder Krankenhäuser lahmlegen.
- Die Welt wird eine. Mit global wachsendem Wohlstand könnte der gewaltbereite Nationalismus abnehmen. Kriege würden seltener und das Wachsen der Weltbevölkerung würde sich verlangsamen. Auch ökologische Gefahren wie die Erderwärmung könnten zu globaler Kooperation zwingen. Bis zur Jahrhundertmitte könnte es die Vereinigten Staaten von Europa und eine Europaregierung geben. Danach vielleicht auch eine Weltregierung und eine Weltwährung. Die Hegemonie der USA könnte einem Gleichgewicht weichen, in dem vor allem Asien größere Bedeutung gewinnt. Andere halten aber auch einen Austritt der USA aus der UNO für möglich, einen Zerfall der UNO und dadurch eine größere Gefahr durch Kriege.